LAGO DI BOLSENA
Der Lago di Bolsena gehört zu den schönsten Seen Italiens – entstanden vor tausenden Jahren aus einem erloschenen Vulkan. Noch heute spürt man diese besondere Kraft der Natur: das kristallklare Wasser, die sanften Hügel und die fast ursprüngliche Ruhe machen diese Region zu einem Ort, an dem die Zeit ein wenig langsamer zu vergehen scheint.
Er befindet sich etwa 90 km nördlich von Rom in der Provinz Viterbo im Norden der Region Latium nahe der Grenze zu Umbrien und der Toskana. Der See wurde nach der Stadt Bolsena am Nordufer benannt.
Der Bolsenasee ist ein fast kreisrunder See mit 114 km² Fläche und ungefähr 43 km Umfang. Seine Oberfläche liegt 305 m über dem Meeresspiegel, die größte Tiefe beträgt zirka 151 m, die Durchschnittstiefe etwa 81 m.
Der See wird ausschließlich von Regen- und Grundwasser gespeist, sein einziger Abfluss ist das Flüsschen Marta, das den See bei der gleichnamigen Ortschaft am Südufer verlässt und in das Tyrrhenische Meer mündet. Es dauert deswegen nahezu 120 Jahre, bis der See rein rechnerisch sein Wasser ausgetauscht hat. Der Bolsenasee verfügt dennoch über eine sehr gute Wasserqualität, die Sichttiefen bis zu 10 Metern ermöglicht. Im See befinden sich zwei kleine Inseln: die Isola Bisentina und die Isola Martana.
Der malerische Ort Bolsena blickt auf eine lange Geschichte zurück – von den Etruskern bis ins Mittelalter. Beim Spaziergang durch die verwinkelten Gassen in der historischen Altstadt und traumhaften Ausblicken auf den See fühlt man sich fast wie in eine andere Zeit versetzt. Über allem wacht die imposante Festung, während unten am See das Leben leicht und unbeschwert wirkt. Vorsicht: Man bleibt gerne länger als geplant – sei es wegen eines Cappuccinos oder einfach, weil es so schön ist.
Sehenswert sind hier die Ausgrabungen der römischen Stadt und die Via Cassia, eine alte Römerstrasse, die von Rom aus in die Toscana führte und in der Verlängerung bis Genua reichte. Während des Mittelalters wurde diese Strasse Teil des Pilgerwegs der Via Francigena, ähnlich dem Pilgerweg Santiago di Compostela.
In der Kirche Santa Cristina in Bolsena, wo die heilige Christina begraben ist, kann man auch ihre Katakomben besichtigen. Der Ort ist vor allem wegen eines bekannten Wunders berühmt: Im Jahr 1263 soll ein Priester während der Messe erlebt haben, wie aus einer Hostie Blut austrat. Dieses Ereignis führte später dazu, dass Papst Urban IV. das Fronleichnamsfest einführte.
Bis heute wird die heilige Christina jedes Jahr am 24. Juli in Bolsena mit einem großen Fest gefeiert. Dabei wird ihre Geschichte in Form von Aufführungen im ganzen Ort nachgestellt.
CAPODIMONTE
Nicht weit entfernt liegt Capodimonte auf einer kleinen Halbinsel, die einst von Adelsfamilien geschätzt wurde. Heute ist es ein Ort der Ruhe und Schönheit – perfekt für entspannte Spaziergänge entlang des Wassers, begleitet vom leisen Plätschern der Wellen und goldenen Sonnenuntergängen.
Capodimonte mit seiner zwei Kilometer langen Promenade entlang des schwarzen, vulkanischen Sandstrands ist im Sommer ein beliebtes Naherholungsziel für Römer.

Wahrzeichen des Ortes ist der mittelalterliche Torre dell’Orologio, ein 21 Meter hoher Turm aus dem 12. Jahrhundert. Von hier aus genießt man in den Sommermonaten einen herrlichen Panoramablick über den See – mit Blick auf Capodimonte, die Inseln Bisentina und Martana sowie Bolsena.
Die kleine Altstadt mit ihren engen Gassen führt hinunter zur lebendigen Promenade, wo sich Cafés, Restaurants und das typische italienische Leben abspielen. Besonders schön ist es hier am Abend, wenn Einheimische und Besucher den Tag bei einem Aperitivo ausklingen lassen.
Ein Highlight im Jahreskalender ist das traditionelle Fest La Barabbata im Mai, gefolgt von der „Sagra del Lattarino“, bei der ein lokaler Fisch im Mittelpunkt steht.
Marta ist kein klassischer Touristenort, sondern ein Stück echtes Italien – lebendig, bodenständig und ideal für alle, die das authentische Flair des Lago di Bolsena erleben möchten.
Abgesehen davon stehen weniger klassische Sehenswürdig- keiten im Mittelpunkt – vielmehr zieht Montefiascone Besucher mit seiner kulinarischen Seite an. Besonders berühmt ist der lokale Weißwein mit dem ungewöhnlichen Namen „Est! Est!! Est!!!“.
Der Name geht auf eine alte Legende zurück: Ein Reisender soll einst seinen Diener vorausgeschickt haben, um gute Weine zu testen. Gefiel ihm ein Wein, markierte er das Gasthaus mit „Est“ („hier ist er gut“). In Montefiascone soll der Wein jedoch so hervorragend gewesen sein, dass er gleich dreifach ausgezeichnet wurde – daher der bis heute berühmte Name.
Es gibt Orte, die man besucht… und Orte, die man fühlt.
Civita di Bagnoregio gehört zweifellos zur zweiten Kategorie.
Hoch oben auf einem schmalen Tufffelsen gelegen, scheint dieses kleine Dorf fast über der Landschaft zu schweben. Vom modernen Bagnoregio trennt es eine tiefe Schlucht – und vielleicht auch ein Stück Zeit. Erreichbar ist Civita nur über eine etwa 250 Meter lange Fußgängerbrücke – schmal, steil und nicht mit dem Auto befahrbar. Genau das macht den Ort so besonders.
Früher bezeichnete man mit „Civitas“ den ursprünglichen Ortskern einer Stadt, oft auch den Bereich, in dem sich der Bischofssitz befand. Die umliegenden Ortsteile wurden dagegen „Borghi“ genannt. Die eigentliche historische Altstadt – die frühere „Civitas“ – befindet sich jedoch spektakulär auf einem steilen Tufffelsen.
Schritt für Schritt nähert man sich einem Ort, der seit Jahrhunderten Wind und Wetter trotzt. Die Natur hat hier eine beeindruckende Kulisse geschaffen – gleichzeitig zerbrechlich und stark. Genau diese Gegensätze verleihen Civita seinen unverwechselbaren Zauber. Seit Jahrhunderten wird Civita durch Erosion bedroht, da Wind und Regen langsam am Felsen nagen. Gleichzeitig verdankt das Dorf gerade dieser Lage seine einzigartige und früher gut geschützte Position.
Civita di Bagnoregio ist kein Ort, den man einfach besichtigt.
Es ist ein Erlebnis – leise, eindrucksvoll und unvergesslich.
Für Informationen können Sie mich gerne anrufen:
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